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CIVA Festival

Ein Festival ist ein Ort, an dem sich Energie bündelt. Menschen strömen aus allen Richtungen zusammen, um gemeinsam zu erleben: den Horizont zu erweitern, neues zu sehen, zu hören und zu lernen. Gemeinsam einzutauchen, sich gehen zu lassen. Sich zu vernetzen, alte Bekannte zu treffen, neue Bekannte zu finden. Ein Festival ist Metapher für unser soziales Leben, für unser gutes Leben. Hier können Dinge ausprobiert werden. Es baut auf der Vergangenheit auf, zeigt die Gegenwart, schaut in die Zukunft. Hier wird Gesellschaft ausprobiert, diskutiert. Hier findet Gesellschaft statt.

2020 hat sich unser Leben auf den Kopf gestellt. Nichts wird mehr so sein, wie es war. Dieser Umstand macht Angst und beflügelt zur selben Zeit. Er führt zu prekären Situationen, Ängsten, Stress, Einsamkeit, Unsicherheit. „Neu denken“ ist binnen Kürze zum Slogan der Gegenwart avanciert, der sämtliche Lebensberei- che umfasst: Mobilität neu denken, Öffentlichkeit neu denken, die Arbeitswelt neu denken, Beziehungen neu denken, Theater neu denken, Fördermodelle neu denken – uns selbst, das Leben, ja: die Welt NEU DENKEN..

CIVA versteht sich als lebendiger Teil dieser öffentlichen Denk- und Aushandlungsprozesse.

Und dabei bauen wir auf dem auf, was Wien – als Stadt des digitalen Humanismus – bereits zu bieten hat. Im Jahr 2020 hat die Welt einen gewaltigen Entwicklungssprung gemacht: Digitale Werkzeuge und virtuelle Lösungen sind plötzlich – mehr oder weniger freiwillig – integraler Bestandteil unserer Realität geworden. Dementsprechend wollen wir im ersten Jahr des Festivals hinterfragen, was aus den Praktiken des „social Distancing“ entstanden ist, ob sich auf der virtuellen Ebene eine Gegenbewegung, eine Art „digital Bonding“ entwickelt hat.

Werden wir in der Lage sein, im Virtuellen verbunden zu bleiben? Welche neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Vernetzung haben sich eröffnet? Wie geht die Kunst mit diesen Fragen um?

CIVA. Contemporary Immersive Virtual Art
Frühjahr 2021

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Funded by Wien Kultur