Letzte Beiträge

RETRO SPECTIVE

Zehn Jahre sound:frame Festival- zusammengefasst von den MacherInnen,  PartnerInnen und KünstlerInnen – mit Eindrücken aus allen zehn Festivaljahren.

Vielen Dank an Sofiana Pubill, Simon Sageder und Daniel Zirpel (Videoproduktion)

Wiener Zeitung, Das Ende vom sound:frame

Das Ende vom Sound:frame
Das Wiener audiovisuelle Festival ist derzeit im Gange und findet heuer zum letzten Mal statt.

Von Stefan Niederwieser

Wien. Zum letzten Mal wird das Sound:frame Festival dieses Jahr veranstaltet. 66.000 Besucher, mehr als 60 Auftragsarbeiten und hunderte Stunden Party später – was bleibt nach zehn Jahren von der audiovisuellen Kunst?

„Der Stellenwert von audiovisueller Kunst ist heute höher, es gibt mehr Kollaborationen und Projekte, in denen Visuals integrativ dazu gehören, nur im Club sind sie seltener geworden“, meint Eva Fischer, die heuer zum letzten Mal das Sound:frame Festival kuratiert. Sound:frame hat über zehn Jahre hinweg jeden April Wiener Clubs und Ausstellungsflächen dominiert. Es transformiert sich jetzt, wird sich konstant über das ganze Jahr ausbreiten, mit großen und kleineren Projekten, die über Monate oder auch kurzfristig organisiert werden. Eva Fischer versucht, die Umstände nicht zu vereinfachen, warum das so nötig geworden ist. Es gibt den einen Bösewicht nicht, der dafür verantwortlich wäre, eines der renommiertesten Festivals der Stadt auf dem Gewissen zu haben. Es sind wie so oft viele Gründe.

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die Presse, Das Bild trifft den Ton

Soundframe Festival: Das Bild trifft den Ton

14.04.2016 | 14:50 |  von Magdalena Mayer (Die Presse – Schaufenster)

Das Soundframe Festival gibt sich in seiner zehnten Ausgabe retrospektiv. Sie wird auch die letzte sein.

Vielfalt, Diversität und Vernetzung: Mit diesen Leitbegriffen wurde bereits 2007 das erste Soundframe Festival für audiovisuelle Ausdrucksformen angekündigt. Neun Jahre sind vergangen, neunmal ist es über die Bühne gegangen, und nun wird unter dem schlichten Titel „Ten“ die Jubiläumsausgabe gefeiert, bei der eine retrospektive Ausstellung, Gespräche und Live-Shows aktuelle und vergangene Tendenzen der audiovisuellen Kunst aufzeigen. An den Maximen des Festivals hat sich auch beim diesjährigen Programm nichts geändert. Eva Fischer, Initiatorin und Kuratorin des Festivals, möchte für das zehnte Soundframe erneut die Interaktion zwischen Künstlern aus verschiedenen Kontexten anregen: „Ich finde es immer schön, wie interdisziplinär und weitläufig die Szene ist. Jeder hat seinen eigenen Stil, seine eigene Handschrift. Trotzdem ist sie sehr vernetzt.“

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sound:frame Festival 2016 TEN

2016 feierte sound:frame gemeinsam mit zahlreichen PartnerInnen, internationalen KünstlerInnen und seinem Publikum zehnten Geburtstag! Das sound:frame festival for audiovisual expressions war über einer Dekade hinweg ein wichtiger Motor für die Entwicklung audiovisueller Kunst und Kultur in Österreich und darüber hinaus. In den zehn Jahren seines Bestehens wurde sound:frame zu einer Plattform für die disziplinenübergreifende Vernetzung internationaler KünstlerInnen und TheoretikerInnen.

sound:frame ging 2016 an den Ort zurück, an dem es erstmals stattfand und schloss mit einer RETROSPECTIVE Ausstellung in der Künstlerhaus Passagegalerie den Kreis. Neben dem faktischen Aufrollen der vergangenen Festivals kam es zu einer künstlerischen Auseinandersetzung, die versucht, die sound:frame Geschichte auf einer dreidimensionalen Landkarte zu verorten und sie für die BetrachterInnen sinnlich erfassbar zu machen. Im Vordergrund stand dabei nicht ein lückenloses Abhaken von zehn Jahren Kulturarbeit sondern eine Vermittlung des organisch gewachsenen Wesens des sound:frame Projekts.

Zum  Jubiläum wurde das Festival-Liveprogramm mit der AV-Performance CONTINUUM des Subtext-Labelchefs Paul Jebanasam und des niederländischen Visualisten Tarik Barri aus Berlin im brut im Künstlerhaus eröffnet. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen brachte sound:frame internationale und nationale AV-Artists, Live-Acts und VisualistInnen ins brut – darunter Highlights wie Throwing Shade (Ninja Tune, UK), Jinjé (Messrs/Kick & Drum, UK), Pfadfinderei (Berlin), Florence To (London), TOJU KAE & JELENA VELJKOVIC (Neopren Records, Wien), Jahson The Scientist (Wien), Dandario (sound:frame AV, Wien), Ferdinand Glück & Bildwerk (Wien), Swede:art (Hamburg), Jay Scarlett & Esther Adam (München), u. v. m.

LINK: sound:frame TEN Website

 

ABSTRAKTION UND DAS GENERATIVE IN DER AUDIOVISUELLEN KUNST

Bild: LIA – Transitions

 

Ausschnitt aus dem Textbeitrag von Eva Fischer zum E-Book ‚Digitale Abstraktionen‘
(erscheint Anfang Mai 16)

ABSTRAKTION UND DAS GENERATIVE IN DER AUDIOVISUELLEN KUNST

Kandinskys Streben, die Malerei auf den Weg der musikalischen Komposition zu führen, wird im Generativen Realität. Standen laut Kandinsky der Malerei die zwei Elemente Farbe und Form zur Verfügung, so arbeitet die audiovisuelle Kunst mit den Elementen Klang und Licht sowie den Dimensionen Zeit und Raum. Die Komposition als dramaturgisches Element bekommt im generativen Audiovisuellen eine neue Bedeutung. Versucht man etwa in der Arbeit mit Film- und Videomaterial mit Hilfe von Handlungsanweisungen oder Notation, Musik und Visuelles in der Performance gleichzuschalten, so ermöglicht das Arbeiten mit Code diese Koppelung schon in der Komposition per se. Da es sich meist um reaktive Systeme handelt, kann die Manipulation eines Parameters beider Medien jeweils die andere in Echtzeit mitbeeinflussen. Im Vjing– um hier noch einmal den Unterschied aufzuzeigen – handelt es sich immer um eine Re-Aktion auf ein anderes Medium. Im Generativen hingegen bedingen sich Auditives und Visuelles gegenseitig und werden als gemeinsames Drittes gedacht.

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Digital Abstractions
Das Projekt Digitale Abstraktionen untersucht abstrakte Bildarbeiten der digitalen Gegenwartskunst und bringt sie in einem Online-Katalog in Verbindung mit Vorläufern aus der modernen Bild- und Kunstgeschichte. Im Fokus der Recherche stehen bewegte Werke mit mathematischer Grundlage, das heisst Werke, deren Formgebung sich auf ein mathematisch-generatives Programm, auf Algorithmen oder, ikonografisch formuliert, auf Grundformen wie Kreis, Linie und Quadrat, auf Kurven und Muster abstützen. Dahinter können Konzepte der Sound- oder Datenvisualisierung stehen, oder die kompositorische Arbeit mit mathematischem Kalkül. Bei der Untersuchung abstrakter Bildformen stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis sie zur realen Welt stehen. Beziehen sie sich auf die sichtbare Realität, und in welcher Weise tun sie das? Oder beanspruchen sie den Status einer blossen Form, ohne Zeichencharakter? Die Konzepte der abstrakten Kunst haben zu dieser Frage während der letzten hundert Jahre schon viele Antworten gegeben und Varianten durchgespielt. So ist die Frage nach der Referenz eine Kernfrage jeder abstrakten Bildarbeit und folglich auch unserer Untersuchung.

LINK zum Projekt Digitale Abstraktionen

SYNÆSTHESIA

Tanzquartier Wien in Kooperation mit sound:frame – SYNÆSTHESIA3

HALLE E-NTERING NEW WORLDS — Aus einem hybriden Raum entfalten sich plurale sinnliche Allianzen. Die Nacht verspricht eine Reise durch synästhetische Ver­bindungen, Formsprachen und Praktiken verschiedener Kunstformen – zwischen technoiden Signaturen, kritisch-politischer Agency, poetischem und gleichsam explizitem Genderhack und Körpern, die sich aus der Weite des Rau­mes in die engste Umschlungenheit werfen.

In Bildern, Bewegungen, Sound und Space trafen am 12.3.2016 internationale Künstler_innen aus Wien und der Welt aufeinander; darunter Ryoji Ikeda, Planningtorock (Human Level), Noé Soulier, nita.(sound:frame), Jefta van Dinther + Thiago Granato, Joja + フーパ (V ARE), Liquid Loft/Chris Haring, Cid Rim (LuckyMe, Affine Records), Ferdinand Glück (GLOW) und Hiroaki Umeda schufen eine Nacht voller raum-transzendierender Möglichkeiten, die das Publikum ergreifen kann – tan­zend, träumend, ekstatisch …

Das Tanzquartier Wien und sound:frame fusionie­rten ihre Kräfte in dieser gemeinsam konzipierten Nacht und gaben bereits Ausblick auf das 10. Jubiläum des audio­visuellen Festivals. Collect all (y)our senses and shake this night away!

The Audiovisual Breakthrough – Vjing and Visualists

The audivisual Breakthrough, Ana Carvalho and Cornelia Lund (eds.), Berlin 2015

THE AUDIOVISUAL BREAKTHROUGH
PRACTICE AND DISCOURSE. AN INTRODUCTION AS MANUAL

Ana Carvalho and Cornelia Lund

The Audiovisual Breakthrough guides us across the landscape of artistic live practices that present sound and image through technological means. This landscape has been radically reshaped during the last 20 years due to technological developments causing what we might call an “audiovisual breakthrough,” which means that audio- visual artistic production has gained a certain visibility and a certain, even institutionalized, standing. The main objective of this book, however, is not to portray this landscape with its main players and their activities, but to find out more about the underlying concepts that help us explain these activities.

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LINK: theaudiovisualbreakthrough_print2_download